Schwester Margrit Truninger
Nach einem Missionsvortrag war mein Herz so berührt, dass ich an
jenem Abend zu Jesus sagte: "Auch ich möchte dir dienen - zeige
mir wo!" Da vernahm ich eine leise Stimme die fragte: "Könnte es
auch als Diakonisse sein?  Bist du bereit dazu?"

Ich war sehr erschrocken, denn ich erwartete eine Berufung aufs
Missionsfeld. An jenem Abend konnte ich Gott keine Antwort geben.
Erst einige Zeit später, als ich in Jesaja 41,9 las: "Du sollst mein
Diener sein, denn ich erwähle dich und verwerfe dich nicht", verstand
ich es: "Du Margrit, sollst meine Dienerin sein."

Seit 35 Jahren arbeite ich in unserem Alters- und Pflegeheim in Basel.
Immer wieder erfahre ich, wie Gott meinen Dienst segnet: bei den
betagten Menschen, bei Mitarbeiterinnen oder bei Kindern.

Die schwerkranken und sterbenden Menschen liegen mir besonders
am Herzen. Ich erkenne für mich darin einen besonderen Auftrag von
Gott. Durch meine Pflege, mein Dasein mit und ohne Worte möchte
ich den betagten Menschen Geborgenheit und Trost vermitteln.
Dabei werde ich selbst beschenkt. Als Ausgleich hielt ich viele Jahre
Kinderstunden. Dabei erlebte ich viel Frohes und Heiteres. 
Gott hat mich bis heute einen guten Weg geführt, er hat mein Leben
reich und interessant gemacht.

Ich komme zu Dir, Jesus, und bete an vor Dir,
mein Herz erfüllt mit Lobpreis für alles, was Du tust in mir.
Du schenkst mir Deine Liebe, gibst meinem Leben Sinn. -
Jetzt geb ich Dir mein Leben mit allem, was ich bin.

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